abnehmendiaet.de

Die typischen Fehler beim Abnehmen

Der Entschluss ist gefallen. Es ist höchste Zeit, abzunehmen. Und das am besten so schnell wie möglich.
Leider funktioniert das so nicht. Sich ein unrealistisches Ziel zu stecken, ist einer der typischen Fehler, die man begehen kann, wenn man seinem Übergewicht den Kampf angesagt hat. Denn wenn es nicht wie gewünscht nach Plan läuft, stellt sich mit Sicherheit Frustration ein und die Diät ist von Anfang an zum Scheitern verurteilt.
Seien Sie also realistisch und nehmen Sie langsam ab, Kilo für Kilo in kleinen Schritten. Ein Pfund weniger pro Woche gibt Ihrem Körper die Zeit, die er für die Umstellung braucht.
Zu Beginn einer Diät nimmt man relativ schnell ab. Der Körper greift auf seine Kohlenhydrat- und Eiweißspeicher zurück. In dieser Zeit wird reichlich Wasser ausgeschwemmt und die ersten Pfunde purzeln. Begehen Sie jetzt nicht den Fehler, sich von diesem Scheinerfolg täuschen zu lassen. Denn erst nach ein paar Tagen geht es an die Fettreserven. Alle Körperfunktionen werden auf das Nötigste heruntergefahren, schließlich möchte der Körper die sich ankündigende „Hungersnot“ überstehen. Folglich kommt er mit weniger Nahrung aus und das Abnehmen geht langsamer.
Jetzt noch weniger zu essen wäre komplett falsch und zudem auch ungesund. Man kann sich Hüftgold nicht weghungern. Der Körper würde im Gegenzug seinen Bedarf weiter auf Sparflamme drosseln, der allseits bekannte Jo-Jo-Effekt droht. Verfolgen Sie also Ihren Plan unbeirrt und sorgen Sie für einen höheren Energieverbrauch durch mehr Bewegung. Dann geht diese schwierige Phase leichter vorüber.

Mangelnde Bewegung ist einer der größten Fehler, den abnehmwillige Sportmuffel begehen können. Abspecken ohne Sport funktioniert leider nicht. Wer die nächste Hose eine Nummer kleiner kaufen möchte, muss effektiv Fett verbrennen. Bauen Sie Sport wie Walking, Jogging oder Fitnesstraining in Ihren Tagesablauf ein und bewegen Sie sich im Alltag regelmäßig. Lassen Sie Fahrstühle und Rolltreppen links liegen und nehmen Sie die Treppe. Fahren Sie Rad statt Auto, widmen Sie sich der Haus- oder Gartenarbeit. Auch ein ausgedehnter Spaziergang hält fit und kann das Hunger-Sättigungs-Empfinden posititv regulieren.

Stress ist eine weitere Diät-Falle, die es zu umschiffen gilt. Wer den Kopf nicht frei hat, sich Sorgen macht oder viel Ärger um die Ohren hat, sollte den Beginn einer Diät vielleicht besser auf einen späteren Zeitpunkt verschieben. Stresshormone sorgen nämlich dafür, dass mehr Fett eingelagert wird, der Körper wappnet sich eben auf seine Weise gegen den Stress. Wer Stress hat, nimmt sich auch nicht mehr die nötige Zeit für sein Essen, isst unregelmäßig und viel zu hastig. Der Griff zu Fastfood ist vorprogrammiert. Gerade während einer Diät ist es wichtig, regelmäßig zu essen und nicht irgendeinen Snack schnell zwischendurch zu kauen. Vermeiden Sie es, im Stehen oder nur so nebenbei zu essen. Wer im Gehen isst, nimmt sogar mehr Kalorien zu sich, da er abgelenkt is(s)t. Machen Sie aus Ihren Mahlzeiten ein kleines Festmahl und genießen Sie jeden Bissen bewusst. Essen Sie zu regelmäßigen Zeiten, bevor die Heißhungerattacke naht, bei der sich dann die Kalorien völlig unkontrolliert addieren.

Das Wochenende ist der Feind für jeden Abnehmplan. Wer abends einen Restaurantbesuch plant, darf nicht schon tagsüber Kalorien einsparen. Eine Mahlzeit auszulassen ist genauso kontraproduktiv wie zu hungern. Regelmäßig essen lautet die Devise und hütet vor üppigen Tellern am Abend!
Büfetts gelten als die großen Verführer. Je mehr unterschiedliche Speisen und Geschmacksrichtungen aufgeboten werden, desto mehr isst man auch. Wenn Sie sich von allem etwas gönnen möchten, dann nehmen Sie nur ein bis zwei Bissen. Oder setzen Sie ganz klar Prioritäten. Wählen Sie beispielsweise bewusst das Dessert und machen Sie dafür zu Anfang um den verlockenden Brotkorb einen Bogen. Meiden Sie fettige Saucen und Panaden und bevorzugen Sie Fleisch oder Fisch gegrillt. Nehmen Sie als Beilage nur Gemüse.
Es gibt Wochenenden, da steht fast jeden Samstag eine Einladung an. Hier hilft es, ein Ernährungstagebuch zu führen. Schreiben Sie täglich auf, welche und wie viele Nahrungsmittel Sie gegessen haben. Was man Schwarz auf Weiß hat, kann man nicht so leicht verdrängen und es ist ein Ansporn, sich bei der nächsten Geburtstagseinladung zu zügeln.

Seien Sie nicht zu streng mit sich. Gönnen Sie sich bei aufkommendem Süßhunger ruhig mal Pralinen oder einen Eisbecher. Ein kleiner Ausreißer wird verziehen, die Nascherei hebt die Laune und verhindert größere Exzesse. Strikte Verbote blockieren nur unnötig. Schließlich zählt der langfristige Erfolg. Ein kleiner Tipp: Kaufen Sie keine großen Tafeln Schokolade, sondern nur Mini-Täfelchen. So bleibt es auch bei der kleinen Portion.

Begehen Sie nicht den Fehler, sich einseitig zu ernähren. Keiner kann Tag für Tag nur von Ananas, Eiweiß oder Kohlsuppe leben. Eine extrem fettarme Ernährung ist auch nicht der richtige Weg. Schließlich ist Fett ein wichtiger Energielieferant, wenn wir nicht zu viel „falsches“ Fett essen, wie es sich in Chips und Frittiertem versteckt. Pflanzliches Fett ist generell gesünder, denn es ist cholesterinarm und besitzt viele ungesättigte Fettsäuren, die für den Organismus wichtig sind. Es kommt wie immer darauf an, das richtige Maß zu finden.
Abwechslungsreiche Mischkost mit Obst, Gemüse und Vollkornprodukten hat sich bewährt. Reduzieren Sie Produkte mit Weißmehl und Zucker. Die Tagesbilanz, also die tägliche Gesamtkalorienmenge, entscheidet über das Gewicht, Erfolg und Nichterfolg einer Diät.
Die Tageszeit der Kalorienzufuhr spielt übrigens keine Rolle. Darum macht der Verzicht auf das Abendessen (Stichwort Dinner-Cancelling) auch keinen Sinn. Tappen Sie nicht in diese Diätfalle. Wer mit knurrendem Magen ins Bett geht, provoziert regelrecht den nächtlichen Angriff auf den Kühlschrankinhalt.

Trinken Sie nicht zu wenig. Wer weniger isst, muss entsprechend mehr trinken. Anfallende Stoffwechselprodukte können mit viel Flüssigkeit leichter ausgeschwemmt werden. Trinken Sie statt der empfohlenen 1,5 Liter Flüssigkeit mindestens 2 Liter am Tag. Mineralwasser, Früchte- und Kräutertees bieten sich an. Dass ein Glas Wasser vor den Mahlzeiten den Magen füllt und so das Sättigungsgefühl eher eintritt, ist ein weiterer positiver Effekt.