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Erfahrungsbericht Kohlsuppendiät

Ich bin nun schon einige Monate am Abnehmen und wie jeder, der mit den Pfunden kämpft, habe auch ich manchmal Probleme, mich zu motivieren. Gerade in Phasen, in denen es scheinbar gar nicht vorwärts geht (beziehungsweise abwärts mit den Zahlen) und ich das Gefühl habe, ich werde nie mein Traumgewicht erreichen, tut ein bisschen Abwechslung gut.

Eine Freundin gab mir den Tipp, doch mal die Kohlsuppendiät auszuprobieren. Sie meinte, sie hätte einige Erfahrungsberichte im Internet gelesen, wo eine Woche Kohlsuppe schnelle Erfolge gebracht hätte. Eigentlich bin ich kein Fan von Crash-Diäten, aber ich dachte mir, vielleicht bringt der schnelle Erfolg ja wieder mehr Motivation für die nächsten Monate.

Ich habe mir also auch ein paar Erfahrungsberichte durchgelesen, schließlich kann man aus den Erfahrungen anderer immer gut lernen und ein Rezept brauchte ich ja natürlich auch. Was diese Berichte auf jeden Fall deutlich zeigen, ist, dass es auch bei dieser Diät Kritiker und Befürworter gibt und dass Kohlsuppe nicht jedermanns Sache ist. Aber das hat mich nicht abgeschreckt.

Im Nachhinein muss ich sagen, ist die Kohlsuppendiät wirklich eine Typ-Sache, aber ich fand sie nicht so schrecklich wie viele andere. Das Grundprinzip ist relativ einfach. Von der Suppe darf man essen so viel man möchte (wobei es natürlich Tage gibt, da möchte man alles nur nicht Kohlsuppe essen). Am ersten Tag isst man zudem Obst (außer Bananen), am zweiten Tag Gemüse und am dritten Tag sind Obst und Gemüse erlaubt. Am vierten Tag dürfen 3 Bananen gegessen werden und die Tage 5 und 6 sind Fisch- und Fleisch-Tage. Am letzten Tag darf neben der Suppe auch noch Reis gegessen werden.
Empfohlen wird zudem, täglich mindestens 3 Liter Wasser oder ungesüssten Tee zu trinken und sich eine halbe Stunde zu bewegen, beispielsweise durch Spazierengehen, Schwimmen oder lockeres Joggen. Damit sollen innerhalb einer Woche bis zu 5 Kilo verschwinden. Bei mir waren es zwar nur gut 2 Kilo, aber trotzdem war ich mit dem Ergebnis ganz zufrieden.

Etwas anstrengend an der Kohlsuppe sind natürlich die klassischen Probleme wie Blähungen und der Geruch, der sich überall in der Wohnung ausbreitet, aber für eine Woche konnte ich das gerade so aushalten. Sehr viel länger würde ich (und mein Umfeld) das aber wohl nicht aushalten wollen.

Das Gute an der Kohlsuppendiät fand ich hingegen, dass man nicht hungert, wie es bei vielen anderen Diäten der Fall ist. Ich habe immer, wenn ich das Gefühl hatte Hunger zu bekommen, eine kleine Schale Kohlsuppe gegessen und gut war es. Wo ich früher zu einer Scheibe Brot oder auch Schokolade gegriffen hätte, habe ich in der Woche halt zur Kohlsuppe gegriffen. So am dritten und vierten Tag hing mir die Suppe dann zwar doch manchmal zum Hals raus, aber dagegen hilft es, die Suppe etwas zu variieren. Mit Gewürzen oder andere Zutaten wie Blumenkohl oder Brokkoli ließ sich die Suppe dann doch recht gut aushalten. Das entspricht dann vielleicht nicht ganz der „Wunder-Suppe“, aber wenn ich wirklich 7 Tage lang die gleiche Suppe gegessen hätte, glaube ich nicht, dass ich es durchgehalten hätte.

Ich hatte in den Erfahrungsberichten auch von vielen gelesen, dass bei ihnen nach der Diät der Jojo-Effekt eingesetzt hat. Da versuche ich momentan gegen zu halten. Ich bemühe mich, nicht in alte Muster zurückzufallen und wieder ganz bewusst auf meine Ernährung zu achten. Und bis jetzt funktioniert das ganz gut. Mal schauen wie es weitergeht.
Was ich aber jetzt schon sagen kann, ist, dass meine Woche mit der Kohlsuppendiät mich auf jeden Fall wieder stärker motiviert hat. Ich glaube, man kann nicht generall von dieser Diät abraten oder sie empfehlen. Letztlich sollte jeder seine eigenen Erfahrungen machen.