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Dicke Oberschenkel und Po – was tun?

Zugegebenermaßen war ich noch nie wirklich dünn. Zumindest versuchte ich mir das mein Leben lang einzureden. In Wahrheit war ich doch mal dünn. Das ist aber ziemlich lange her und dürfte irgendwann in den 80ern gewesen sein. Danach begannen sich bei mir bereits in den frühen 20er Jahre meines Lebens Problemzonen breit zu machen, wie dicke Oberschenkel und ein dicker Po so gerne genannt werden. Dabei habe ich bis vor kurzem stark unter diesen Problemzonen gelitten. So litt einerseits meine Ehe unter diesen Fettpolstern. Klar, mein Mann sagte zwar immer es störe ihn nicht und er fände mich trotzdem attraktiv. Ich kann mit aber nicht vorstellen, dass es irgendeinem männlichen Wesen auf diesem Planeten vollkommen egal wäre, ob seine Frau straffe und knackige Oberschenkel und einen festen Po oder eben dicke Oberschenkel und ein entsprechend breites Heck vorzuweisen hat. Darüber hinaus hat es mir einfach an Selbstbewusstsein gefehlt. Dieser Mangel an Selbstbewusstsein stellte sich dann natürlich vor allem zu jenen Zeitpunkten zur Schau, in welchen ich offen mit meinen Problemzonen konfrontiert wurde. Dies war beispielsweise im Freibad der Fall, wo ich mich ständig beobachtet vorkam. Was wohl die anderen Badegäste dachten, wenn sie mich im Badeanzug oder gar Bikini sahen? All dies waren Vorstellungen, welche mich den ganzen Tag quälen konnten. Ich entschied mich demnach vor circa 2 Jahren, dass etwas passieren musste. So begann ich zaghaft mit dem Spazierengehen und einer leichten Ernährungsumstellung. Wirklichen Erfolg brachten diese Maßnahmen aber natürlich nicht. So schleppte ich mich weiter voran auf der Suche nach einer Motivation, welche meinen inneren Schweinehund endgültig vertreiben sollte. Was mir dann den endgültigen Schub gegeben hat, kann ich heute nicht mehr sagen. Waren es die quälenden Gedanken, die beiläufigen Kommentare im Alltag oder doch schlicht das Laufgefühl, bei welchem sich meine Oberschenkel und mein dicker Po bei jedem Schritt aneinander rieben? Heute weiß ich nur noch schlicht, dass ich eines morgens vorm Spiegel stand und wusste, dass es so nicht mehr weitergehen konnte. Mit einem Körpergewicht von 78 kg bei einer Körpergröße von 1.68 m, was einem BMI von rund 27 entsprach, hatte ich einfach genug.

Ich entschloss mich also zu handeln und konnte es gar nicht abwarten, meinem Leben endlich jenen vitalen Schub zu verleihen, welcher schon so lange auf sich warten lies. Ich begann mich also darüber zu informieren, was man denn gegen dicke Oberschenkel tun kann und wie am besten einen dicken Po beim Abnehmen zu begegnen sei. Die Erkenntnis, auf welche ich in der Fachliteratur stieß, bestürzte mich dann zunächst. So ist es nach heutigem Wissensstand nicht möglich, Fett nur gezielt in einer Region des Körpers abzubauen. Vielmehr handelt es sich im Falle eines dicken Pos und breiter Oberschenkel um eine genetische Veranlagung, nach welcher das Körperfett zuerst in diesen Regionen gespeichert wird. Ich lies mich von dieser Erkenntnis aber nicht unterkriegen. Dann würde ich eben dem gesamten Fett meines Körpers zu Leibe rücken! So begann ich alsbald das zutun, was im Falle einer Gewichtsreduktion empfohlen wird. In diesem Zusammenhang stellte ich zunächst meine Ernährung um. Dabei stellte ich bald fest, dass eine gesunde und ausgewogene Ernährung sogar Spaß machen kann. Ich überredete meinen Mann beispielsweise dazu, mir jeden Abend nach der Arbeit bei der Zubereitung diverser Naturkostmahlzeiten zu helfen. Daneben fing ich aber auch an Sport zu treiben und mich an die Vorgaben von Fitnesstrainern zu halten. Laut diesen kann jeder abnehmen, der sich nur dreimal die Woche einem Ausdauertraining stellt, das circa eine Stunde andauert. Dabei muss natürlich nicht durch die Gegend gerannt werden – dazu wäre ich überhaupt nicht in der Lage gewesen. Für einen dünnen Po und straffe Oberschenkel sollten hingegen schon moderate Belastungen ausreichen, bei welchen man während der Ausführung eine Herzfrequenz von rund 120 beibehalten soll. Ich besorgte mir also eine gebrauchte Nordic Walking Ausrüstung und schloss mich einer Laufgruppe an, die zweimal wöchentlich trainierte. Das dritte Mal die Woche ging ich immer allein, stöpselte die Kopfhörer meines MP3 Players in die Ohren und vergas alles um mich herum, während ich zu meiner Lieblingsmusik durch die Wälder stapfte. Abgerundet wurde mein Workout durch spezielle Beine und Po Übungen. Natürlich konnte ich mit diesen nicht den Fettanteil reduzieren. Allerdings sorgt ein solches Training für eine Straffung der Oberschenkel und des Pos, sodass mögliche Fettpolster weniger auffallen. Mit diesem Programm, welches mich in der Woche etwa fünf Stunden kostete, schaffte ich es wöchentlich circa 1 kg abzunehmen.

Heute, ein halbes Jahr nachdem ich mit meiner Lebensumstellung begonnen hatte, kann ich behaupten, dass ich meinen Kampf gegen die dicken Oberschenkel und meinen früheren dicken Po gewonnen habe. So nahm ich in drei Monaten bis auf 65 kg ab und blieb von da an konstant auf diesem Wert. Zwar habe ich immer noch keine Modellmaße – ein Erreichen dieser wäre aber auch einfach unrealistisch bzw. nur auf Kosten der eigenen Gesundheit zu erreichen. Heute fühle ich mich wohl so wie ich bin. Alles, was man dafür benötigt, ist eine konsequente Umstellung der Lebens- und Ernährungsgewohnheiten. Der Rest kommt dann ganz von allein.