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Abnehmen mit Heilfasten – Anleitung

Fasten – Zeit der Stille, Zeit des Verzichts, Zeit für das Selbst

Heilfasten erfreut sich unter immer mehr Deutschen einer wachsenden Beliebtheit – so sehr, dass auch die Tourismusbranche das Potenzial erkannt hat und spezielle Fastenangebote also Fasten-Urlaub vermarktet. Klöster, Kur- und Wellnesshotels bieten mehrtägige Reisen an, bei denen die Teilnehmer unter Anleitung für einige Tage bis mehrere Wochen auf das Essen verzichten und damit abnehmen wollen. Es gibt Fastenwandern oder Fastenmeditation. In vielen Städten finden sich Menschen täglich in kleinen Gruppen zusammen, um sich zu bestärken, oder tauschen sich in Internetforen aus.

Dabei ist Fasten nicht im eigentlichen Sinne eine Diät, wenngleich fast immer mit Gewichtsabnahme verbunden. Der tiefere Sinn ist das bewusste Einschränken und der gänzliche und teilweise Verzicht auf Ernährung sowie die Hinwendung auf das Selbst, auf Werte und Traditionen. Es ist für gewöhnlich eine Zeit der Stille.

Heilfasten ist eine spezielle Form, die zum Ziel hat, den Körper von Giftstoffen zu befreien und zu einem besseren Befinden zu kommen. Heilfasten hat also auch eine aktive Komponente: Häufig ist es an ein Sport- oder Kurprogramm gekoppelt. Fasten ist in unserer Kultur eine alte Tradition. Die christliche Religion kennt eine Fastenzeit zwischen Fasching und dem Osterfest. Auch die Adventszeit ist ursprünglich eine Fastenzeit gewesen.

Fasten ist für fast jeden Menschen geeignet. Lediglich Kinder und schwangere oder stillende Frauen sollten darauf verzichten. Ein gesunder Körper hingegen kommt im Normalfall einige Tage ohne Nahrung aus. Trotzdem sollte jeder, der zum ersten Mal fastet, seinen Plan mit dem Hausarzt besprechen und sich auf gesundheitliche Risiken untersuchen lassen.

Es gibt zahlreiche unterschiedliche Fastenprogramme, die aber einen ähnlichen Grundaufbau haben. Zu Beginn legen die Fastenden einen so genannten Umschalttag ein, bei dem sie nur Obst und Gemüse zu sich nehmen. Ab dem zweiten Tag beginnt die eigentliche Fastenperiode, bei der die Nahrungsaufnahme überwiegend oder ganz eingestellt wird. In der striktesten Form nehmen die Fastenden in dieser Zeit nur Wasser und Kräutertees zu sich. In anderen Programmen sind Gemüsebrühen und verdünnte Fruchtsäfte, sowie zeitweise Dinkelprodukte oder Obst erlaubt.

Ärzte und Ernährungsberater empfehlen, großen Stress in dieser Phase zu vermeiden. Grundsätzlich ist es aber möglich, der beruflichen Tätigkeit nachzugehen. Erlaubt ist überdies alles, was dem Fastenden Wohlgefühl bereitet. Dazu zählen viel Schlaf, leichter Sport, Bürstenmassagen, Meditation. Die Fastenperiode wird mit zwei bis vier Aufbautagen abgeschlossen. Der Körper bekommt Zeit, sich langsam wieder an feste Nahrung zu gewöhnen.

Teilnehmer der Fastenprogramme beschreiben, dass sie nach einer häufig eintretenden Fastenkrise ein intensives Hochgefühl erleben. Der Darm wird gereinigt, das Bindegewebe entschlackt. Zudem kann Fasten dabei helfen, die Ernährungsgewohnheiten langfristig umzustellen.